Analyse der letzten Woche

Knickt der sogenannte „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ ein oder ist das „Volk“ vom Aussterben bedroht?

Analysieren wir mal die letzte Woche: Der/die FKTNPD wurde am 13.08.2016 mit ihren etwa 45 Teilnehmenden von der Polizei in die „ganz rechte“ Ecke des Bahnhofsvorplatzes platziert. Das schien Wilke und Co überhaupt nicht zu schmecken. In Wilkes selbstgedrehtem Video schimpfte er über die Polizei sowie die Stadtverwaltung und kündigte an, ab sofort wöchentliche NPD-Demos in Göttingen anzumelden. Im Anschluss an die Göttinger Demo marschierte Wilke mit seinen Anhängern (geschrumpft von ca. 45 auf etwa 30) durch Adelebsen. Könnte die mangelnde Teilnehmerzahl Grund für die Absage der geplanten Demo am Sonntag gewesen sein? Dann werden auch noch die restlichen Demo-Anmeldungen in Adelebsen zurückgezogen. Als Anlass gibt Wilke einen Trauerfall in einer Adelebser Familie an, worauf sie Rücksicht nehmen wollen. Ist dieser traurige Anlass nicht eher für Wilke eine willkommene Chance, schadens- und spottfrei aus der Adelebser Nummer herauszukommen? Ohne Grund konnten die Anmeldungen des/der FKTNPD nicht zurückgezogen werden. Schließlich hatten sie immer wieder betont, dass sie sich erst aus Adelebsen zurückziehen würden, wenn der Bürgermeister bestimmte Forderungen erfüllen würde, was auch als Erpressung gedeutet werden könnte.

Die angemeldete Göttinger Demo/Wahlveranstaltung oder wie auch immer der/die FKTNPD das nennt am 19.08.2016 war dann wohl der reine Flop. Insgesamt versammelten sich 4 Möchtegern-Weltverbesserer um Wilke. Zeitgleich waren wohl 2 Lautsprecherfahrzeuge (PKW) in und um Göttingen unterwegs. Die Insassen sollen wohl nichts weiter von sich gegeben haben als „NPD wählen“. Fraglich ist, inwieweit sie dafür eine Genehmigung hatten. Wenn man sich dann mal über die Gesamtzahl ernsthaft Gedanken macht, kommt man auf insgesamt etwa 13 Personen – 5 am Bahnhof und max. 4 in jedem PKW. Wo war der Rest? Laut Wilke soll es Absagen der „ach so treuen“ Kameraden gegeben haben, weil es eine Auflage der Versammlungsbehörde gegeben haben soll, dass der/die FKTNPD die Lautsprecheranlage weder zur Bahnhofsseite noch in Richtung Gegenkundgebung stellen dürfe. Gab es da etwa keine andere Richtung – z. B. nach rechts – in die man die Lautsprecher hätte hinstellen können?

Oder lag die niedrige Teilnehmerzahl eher daran, dass bei den bisherigen Demos auch Unterstützer u.a. aus Dortmund, Nienburg, Hannover, Hildesheim und dem Thüringischen Eichsfeld unter den bisher max. 50 Teilnehmenden waren? Können diese sich die wöchentlichen Fahrten nach Südniedersachsen vielleicht zeitlich und finanziell nicht leisten?